Richtfest für Grundschule:
Ausbau des Standorts “KGS Gutnickstraße” nimmt Gestalt an

Roggendorf/Thenhoven
Mit einem feierlichen Richtfest hat die Katholische Grundschule (KGS) Gutnickstraße am Dienstag einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau ihres Schulstandorts erreicht. Auf der Baustelle an der Gutnickstraße 37 versammelten sich Vertreter:innen der Stadt Köln, der Schule, des Bauunternehmens sowie zahlreiche Schüler:innen mit ihren Eltern, um den Fortschritt des Erweiterungsneubaus im festlichen Rahmen zu würdigen.

Der Neubau entsteht auf dem bestehenden Schulgelände sowie auf dem Grundstück der ehemaligen Kindertagesstätte. Baubeginn war im August 2025 mit dem Abriss der alten Kita. Das Projekt wird mit einem Budget von rund 23,3 Millionen Euro umgesetzt. Bereits in der Zufahrt zur Schule wird deutlich, wie sich der neue innovative Komplex künftig gliedern wird: Auf der linken Seite entsteht der Neubau für die Offene Ganztagsschule mit neuer Mensa und zusätzlichen Klassenräumen. Direkt daran schließt sich der Altbau mit den bisherigen Unterrichtsräumen an. Gegenüber der beiden Gebäude wurde nun das Richtfest mit einem traditionellen Richtkranz für die ebenfalls neu errichtete Aula gefeiert – ein künftiger Mittelpunkt für schulische und kulturelle Veranstaltungen.


Tradition mit Symbolkraft - der Richtkranz
Ein zentraler Bestandteil des Richtfestes ist der traditionelle Richtkranz. Er wird in der Regel am Dachstuhl angebracht, sobald der Rohbau steht.

Aula Frontansicht

Aula Seitenansicht

Erweiterungsbau

Der geschmückte Kranz symbolisiert Glück und Schutz für das Gebäude und soll den Handwerkerinnen und Handwerkern Dank für ihre Arbeit ausdrücken. Zugleich markiert er einen wichtigen Wendepunkt im Bauprozess: Der Rohbau ist fertiggestellt, und das Gebäude nimmt sichtbar Gestalt an.

Die kommissarische Schulleiterin Susanne Spiegel begrüßte zum Setzen des Richtkranzes zunächst alle am Bau Beteiligten, die Handwerker, das Kollegium, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Für Frau Spiegel sei das Richtfest „ein besonderer Moment“, betonte sie in ihrer Ansprache. Besonders begrüßte sie hierzu die Ehrengäste Markus Greitemann, Beigeordneter der Stadt Köln für Planen und Bauen, sowie Stephan Hundhausen, Geschäftsführer des beauftragten mittelständischen Totalunternehmens.

Trotz einer leichten Verspätung – ausgelöst durch einen Bombenfund in der Kölner Innenstadt – ließ es sich Markus Greitemann nicht nehmen, in seiner Rede die Bedeutung von Schulbauprojekten zu unterstreichen. In seiner bisherigen Amtszeit seien bereits 52 Schulen fertiggestellt worden, erklärte er. Allein in diesem Jahr würden 15 weitere Schulen hinzukommen. „2,8 Milliarden Euro wurden 2026 in die Bildung investiert“, sagte er stolz. Mit dem Erweiterungsbau der KGS Gutnickstraße entstünden 100 zusätzliche Schulplätze, mehr Raum für Ganztagsbetreuung sowie neue Möglichkeiten für Sport und gemeinsames Lernen. Auch der Parkplatz und der Spielplatz an der Fortuinstraße sollen künftig wieder genutzt werden können.
Auch Stephan Hundhausen zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten. Besonders stolz sei er darauf, dass bei der Planung zahlreiche Wünsche umgesetzt werden konnten und der alte Baumbestand auf dem Gelände erhalten blieb. „Wir liegen gut im Zeitplan und sind zuversichtlich, den Zeitpunkt der Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2027/2028 einhalten zu können“, betonte er.
Neben den offiziellen Reden sorgten die Schülerinnen und Schüler selbst für einen emotionalen Höhepunkt der Feier. Sie präsentierten ein Richtfestlied sowie das Lied „Unser Stammbaum“, begleitet von Gitarrenklängen. Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung bei Suppen, Snacks und Getränken in geselliger Atmosphäre aus.

Vorfreude auf das was kommt!
Die Vorfreude auf die neuen Möglichkeiten ist bei den Kindern bereits groß: Schultheater in der neuen Aula, Sportangebote
wie Fußball, Basketball, Handball, gemeinsames Kochen, Spielbereiche erweitern und viele weitere Aktivitäten sollen künftig den Schulalltag bereichern.

Zum Abschluss unterstrich Schulleiterin Spiegel ihre persönliche Verbundenheit mit dem Projekt: Sie sei dankbar, dieses „neue, kleine Universum“ begleiten zu dürfen. „Ich wünsche diesem Universum eine tolle Gemeinschaft, die die Schülerinnen und Schüler durch das Leben trägt“, sagte sie.


WorringenPur.de/02.05.2026
Bericht: Heike Matschkowski
Fotos: Mattis Dieterich & Heike Matschkowski
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski