Soiree zum 100-jährigen Jubiläum der Großen Karnevalsgesellschaft von 1926 e.V.

Worringen
Die große karnevalistische Soiree am vergangenen Wochenende war weit mehr als nur ein weiterer Programmpunkt im Festjahr der GKG: Sie war ein Abend, der die Tradition und die kulturelle Bedeutung der Gesellschaft für unser Heimatdorf in den Mittelpunkt stellte. Ein Abend, der zeigte, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind und wie lebendig 100 Jahre Vereinsgeschichte sein können.

Ein Auftakt, der berührte: Als Marietta Wirtz den traditionellen Büttenmarsch anstimmte, erhob sich der ganze Saal. Die Mitglieder sangen lauthals mit, was deutlich machte, wie tief die Traditionen in diesem Verein verankert sind. Ein Moment, der die Gäste sofort in die besondere Atmosphäre dieses Jubiläumsabends zog.

Ein Grußwort voller Wertschätzung: Dr. Holger Miebach, Präsident des Festkomitees Worringer Karneval und selbst ein eindrucksvoller Teil der Geschichte der GKG, würdigte in seinem Grußwort die Gesellschaft und ihre 100- jährige Geschichte. Besonders eindrucksvoll war sein Hinweis auf die vielen Mitglieder, die im Hintergrund wirken – die Menschen im sprichwörtlichen Maschinenraum, die ohne großes Aufheben dafür sorgen, dass der Verein funktioniert, wächst und lebt. Diese Würdigung traf ins Herz, denn sie spiegelte genau das wider, was die Gesellschaft seit einem Jahrhundert ausmacht: Gemeinschaft, die nicht nach Applaus fragt, sondern nach Zusammenhalt.

„Chronik mal anders“ – Geschichte im Gespräch: Ein emotionaler Höhepunkt der Soiree war die Gesprächsrunde mit Peter Schmidt, Marie Thoma, Marietta Wirtz und Paul-Heinz Wirtz – vier Persönlichkeiten, die selbst ein Stück Vereinsgeschichte verkörpern. Sie erinnerten an die prägenden Figuren der vergangenen Jahrzehnte, nannten die Namen jener, die den Verein aufgebaut, geführt und sich darin engagiert hatten. Besonders bewegend war der Moment, als sie über die Neuanfänge nach dem Zweiten Weltkrieg sprachen. Einige Vereinsmitglieder waren gefallen – ihre Namen wurden genannt, ihre Geschichte erzählt. Es war ein stiller, würdevoller Augenblick, der zeigt, wie eng die Geschichte des Vereins mit der Geschichte unseres Landes verwoben ist. Diese Rückschau war kein nostalgischer Blick zurück, sondern ein

lebendiges Erinnern, das humorvoll die Bedeutung von Tradition eindrucksvoll unterstrich.

Moderation mit Herz und Humor: Wie eh und je führten Präsident Dominik Jansen und Vizepräsidentin Anne Nosbüsch souverän durch das Programm. Mit Charme, Humor und spürbarer Verbundenheit zur Gesellschaft verbanden sie die Programmpunkte zu einem Abend, der wie aus einem Guss wirkte.

Kultur, Kulinarik und pure Energie: Nach dem köstlichen Buffet der Bürgerstube begann der kulturelle Teil des Abends. Der berühmte Circus

Traber begeisterte mit einer artistischen Abordnung, die den Saal in Staunen versetzte. Der Schlagergotti sorgte mit Evergreens und neuen Stücken für ausgelassene Stimmung und Mitsing-Momente. Die Band Brass Gazz brachte „Brass, Drums und pure Energie“ auf die Bühne – so intensiv, dass man fast glauben konnte, das Vereinshaus halte dem Druck nur mit Mühe stand. DJ Flo rundete den Abend ab und verwandelte den Saal in eine Tanzfläche, auf der trotz extremer Temperaturen bis spät gefeiert wurde.

Die Rückkehr des „Eulenspiegels“: Ein besonderes Highlight war die Neuauflage unserer Vereinszeitung „Eulenspiegel“. Viele Mitglieder freuten sich, wieder ein physisches Medium in Händen zu halten, welches Neuigkeiten, Geschichten und Hintergründe aus dem Vereinsleben bündelt. Der Eulenspiegel fand reißenden Absatz – ein Zeichen dafür, wie sehr die Mitglieder auch gelegentlich klassische Vereinskommunikation zu schätzen wissen. Ein großer Dank gilt hier unserer Vizepräsidentin Anne Nosbüsch, die als Chefredakteurin maßgeblichen Anteil am Gelingen dieses Projekts hatte.

Fazit: Die 100-Jahr-Feier der Gesellschaft hat eindrucksvoll gezeigt, was diesen Verein ausmacht. Tradition, die trägt. Moderne, die inspiriert. Menschen, die gemeinsam etwas für unser Heimatfest schaffen. Die Soiree war ein Abend voller Würde und Energie. Die Gesellschaft blickt nicht nur auf 100 Jahre zurück, sondern mit Kraft, Herz und Gemeinschaft auf die nächsten 100 Jahre voraus.


WorringenPur.de/06.07.2026
Bericht: Lukas Rösgen
Fotos: GKG
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski