|
Gestern – Heute – Morgen Barbara Fischer feiert 35-jähriges Dienstjubiläum in der Kita St. Pankratius

Worringen Auf ihre 35-jährige Tätigkeit als Erzieherin kann Barbara Fischer in diesem Jahr zurückblicken. Am 1. August 2026 feierte sie ihr Dienstjubiläum. Eine besondere Überraschung erwartete die Leiterin der Kita Sankt Pankratius nun bei der Katholino-Leitungskonferenz: Ihre Regionalleitung überreichte ihr Blumen und gratulierte herzlich zu ihrem langjährigen Dienstjubiläum. Die kleine Geste berührte Fischer und ließ sie auf ihre außergewöhnliche Verbindung zur Einrichtung und auf 35 Jahre im Erzieherberuf zurückblicken. Denn ihre Geschichte mit der Kita Sankt Pankratius begann bereits lange vor ihrem Berufsstart.
Schon als Kindergartenkind stand der Berufswunsch fest
Bereits als fünfjähriges Kindergartenkind wusste Barbara Fischer, dass sie später einmal in dieser Kita arbeiten möchte. Ein Gruppenfoto aus dem Jahr 1976 erinnert heute an diese Zeit: Fischer ist darauf als fünfjähriges Mädchen in der Mitte mit grünem Kleid zu sehen. „Ich wusste bereits als Kindergartenkind, dass ich hier einmal arbeiten möchte und habe das Ziel nie aus den Augen verloren“, erzählt Fischer. Sie sei immer sehr gerne in „ihre“ Kita gegangen und habe sich dort wohlgefühlt. Dieses Gefühl habe sich bis heute nicht verändert. 1991 entschied sie sich schließlich für den Beruf der Erzieherin und begann damit ihren beruflichen Weg, der sie bis heute mit der Kita Sankt Pankratius verbindet. Auch familiär gab es eine Verbindung zu diesem Beruf: Ihre ältere Schwester Elisabeth war ebenfalls Erzieherin in der Kita. Möglicherweise war sie damit ein Vorbild für Barbara Fischer. Durch ihre Schwester blieb der Kontakt zur Einrichtung auch während ihrer Schul- und Ausbildungszeit bestehen.
Ehemalige Kindergartenkinder kommen als Eltern zurück Zu den schönsten Erlebnissen ihrer langjährigen Tätigkeit gehört für Barbara Fischer eine besondere Entwicklung: ehemalige Kindergartenkinder Jahre später als Eltern wiederzutreffen. „Am schönsten finde ich immer ehemalige Kindergartenkinder als Eltern wieder zu treffen und zu erfahren, was und dass etwas aus ihnen geworden ist“, erzählt sie. Besonders freut sie, dass die ehemaligen Kinder bis heute positiv über ihre Kindergartenzeit berichten. Mittlerweile besuchen 14 Kinder die Kita, deren Eltern Barbara Fischer bereits selbst als Kindergartenkinder betreut hat. Auf ihr erstes eigenes „Enkelkind“ aus dieser Generation wartet sie allerdings noch.
Vom Betreuen zum individuellen Begleiten In den vergangenen 35 Jahren hat sich der Beruf der Erzieherin deutlich verändert. Während früher vor allem die Frage im Mittelpunkt stand, wie Kinder gut betreut und versorgt werden, liegt der Schwerpunkt heute wesentlich stärker auf der individuellen Entwicklung und Förderung. Erzieherinnen und Erzieher beobachten beispielsweise die Interessen der Kinder, ihre Kommunikationsfähigkeit und sozialen Kompetenzen und achten darauf, ob zusätzliche Unterstützung erforderlich ist. Damit ist auch die Verantwortung gewachsen. Entwicklungs- und Bildungsprozesse werden begleitet und dokumentiert, Elterngespräche geführt und pädagogische Konzeptionen erstellt. Auch die Gruppen selbst sind vielfältiger geworden. Kinder werden inzwischen bereits ab einem Jahr betreut, gleichzeitig haben Inklusion, Sprachförderung und Kinderschutz deutlich an Bedeutung gewonnen. Mit dem Familienzentrum kamen weitere Aufgaben hinzu.
Und auch die Digitalisierung ist inzwischen Teil des Kita-Alltags: Tablets, Kinderlaptops, digitale Dokumentationssysteme und Apps gehören heute zur täglichen Arbeit. Eine Herausforderung, die es zu Beginn ihrer Laufbahn in dieser Form noch nicht gab, ist zudem der Fachkräftemangel.
„Nicht nur als Job sehen“ Trotz der zahlreichen Veränderungen blickt Barbara Fischer positiv auf ihren Beruf. Wer sich für die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher interessiert, sollte den Beruf ernst nehmen und ihn „nicht nur als Job sehen“, rät sie. Fort- und Weiterbildungen gehören heute fest zum Berufsbild. Je nach Zusatzqualifikation oder Studium eröffnen sich darüber hinaus weitere berufliche Möglichkeiten, unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in verschiedenen Bereichen der Familien- und Erwachsenenhilfe.
Für Barbara Fischer ist die Kita Sankt Pankratius dabei mehr als nur ihr Arbeitsplatz. Sie selbst war hier als Kind, begann hier später ihre berufliche Laufbahn und erlebt heute, wie die nächste Generation von Kindern die Einrichtung besucht. 35 Jahre im Beruf – und eine Verbindung zur Kita, die bereits vor 50 Jahren begann.
Termine der kommenden Monate 25. September 2026 Spätsommerfest des Fördervereins Kath. Kindergarten St. Pankratius (Nur für Kita-Familien)
9. November 2026, 17 Uhr Sankt Martin am Evinghover Weg
WorringenPur.de/14.09.2026 Bericht: Heike Matschkowski Fotos: privat Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski
|