Ein bunter Strauß mit Gesang und Tanz
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Köln-Worringen
Kunterbunt  und damit ganz dem Prinzenmotto angepasst, war das Programm des MGV-Worringen 1848 e. V. auf den karnevalistischen Abenden am vergangenen Wochenende. Zu Beginn der Sitzung am Freitag zog Prinz Bernd I. mit seinem Gefolge auf die Bühne und grüßte sein närrisches Volk. Mit dem Prinzenschlager sorgte Ute Mies für die richtige Einstimmung. Nachdem der Prinz an seinem Tisch Platz genommen hatte, konnte er den ersten Höhepunkt des Abends miterleben: Die MGV Pänz. „Ein Püngel Flüh“ tanzte und hüpfte über die Bühne, dass es eine Freude war. Beim  besonders gelungenen Zusatztanz enterten sie als Piraten die Bühne und zeigten, dass man auch kurze Beine hoch werfen kann. Danach brachte Katharina Zimmermann den Saal mit dem Hit „Himmelhoch High“ zum Schunkeln.

Wie schwer man es als neureiche Zugezogene in Worringen hat, erzählten Claudia Büchel und Edgar Müsch in einem humorvollen Zwiegespräch „Geld macht nicht glücklich…“. Ob an der Kasse beim Schütz, wo man leider nicht mit der Platinkarte bezahlen kann, beim Sanitärfachberater Ludwig Lutz oder im Wellnesstempel am Erdweg, den Ansprüchen der verwöhnten Dame konnte niemand gerecht werden. Das Publikum hatte viel Spaß an dem Vortrag und würde gerne im nächsten Jahr wieder von den Erfahrungen der „Reichen und Schönen“ hören.

Die Lötschohrtörtchen lockten Prinz Bernd I. mit dem Lied „Wo ist der Prinz?“ auf die Bühne. Als bewährtes Duo traten Maria Koppe und Hans-Heinrich Lierenfeld auf und sangen „6 bis 8 Stunden Schlaf“. Zum ersten Mal traten Claudia Büchel, Gaby Schweren und Andreas Becker-Axler gemeinsam auf. Sie erfreuten das Publikum mit dem Lied „Mach dein Ding“. Die Tradition des Krätzchen-Gesangs pflegten Vicky Müsch und Thomas Büchel. In ihrem Lied „Jetzt hann mer Ruh“ erzählten sie von ihren ganz speziellen Methoden, sich Ruhe zu verschaffen.

Die „MGV-Teenies“ machten ihren Trainern Harald Weiß und Florian Meisenberg alle Ehre und zeigten zwei flotte Tänze. Auch hier zeigte sich, dass der MGV sich um den tänzerischen Nachwuchs keine Sorgen machen muss, die Mädchen und Jungs bewiesen viel Talent und Enthusiasmus.

Eine besondere Ehrung wurde Walter Bröder zuteil. Für seine Verdienste um den Worringer Karneval erhielt er von Festkomitee-Präsident Klaus Dittgen den Verdienstorden des Festkomitees Worringer Karneval in Gold. Das Publikum dankte ihm für seine Arbeit mit viel Applaus.


Ein Höhepunkt im Programm war der Sketch der Lötschohren. Unter dem Titel „Jecke suchen ein Zuhause“ versuchten Moderatorin Sabine Hüsch und die Vorsitzende des Jeckenpflegevereins, Birgit Wirtz, zwei schwer vermittelbare Jecken an die Frau oder den Mann zu bringen. Zur Vermittlung standen ein Karnevalist (Michael Hüsch) - hier ist unbedingt auf Rudelhaltung zu achten - und ein Worringer Chorsänger (Markus Thönneßen), hierbei handelt es sich um einen Freigänger, der spätestens am Mittwoch seinen Ausgang braucht. Die Rollen waren den beiden wie auf den Leib geschrieben. Michael Hüsch spielte den treuherzigen und rolligen Jecken und Markus Thönneßen  stolzierte als verstörter und sangesfreudiger bunter Vogel über die Bühne. Das Publikum war begeistert.

Das Doppelquartett ist ein Ableger des Chors und zeichnet sich durch seine hervorragenden Sänger aus. Als karnevalistische Eigenheit ist es wohl zu sehen, dass das Doppelquartett überraschenderweise aus 9 Sängern besteht. Sie besangen die guten und schlechten Zeiten und wie eine Mütze aus einem einfachen Menschen einen geachteten Präsidenten macht.

Ein beliebtes Zwischenspiel beim MGV sind die Einlagen vom Hausmeister Hermann Schmidt. Als ungebetener Gast lieferte er sich einen launigen Schlagabtausch mit Moderator Hans-Dieter Annas, bei dem Schalke 04 und der 1. FC Köln eine große Rolle spielten.

Wer wissen wollte, was im vergangenen Jahr die Worringer bewegt hat, musste den Beiträgen der „Lievergesberger“ aufmerksam lauschen. Ob der geplante Polder, der Zuzug eines bekannten DSDS-Stars oder EHEC: in ihren Liedern nahmen sie aktuelle Ereignisse humorvoll aufs Korn.

Der Stolz des MGV sind die MGV-Dänzer mit ihrem Tanzpaar Katharina Zimmermann und Florian Meisenberg. Mit schwungvoller Musik, ausgefeilter Choreografie und fröhlicher Ausstrahlung begeistern sie jedes Jahr aufs Neue das Publikum. Neue Hebefiguren und akrobatische Einlagen zeigten, welche sensationelle Entwicklung die Dänzer in den vergangenen Jahren gemacht haben. Damit kann sich der Verein sehen lassen.
Dass sie auch die leisen Töne beherrschten, zeigten die Dänzer mit ihrem Zusatztanz, der auch in diesem Jahr wieder etwas Besonderes war. Bei dem Musical „Die Schöne und das Biest“ bewiesen sie großartiges schauspielerisches Talent. Als Teekanne, Kerzenleuchter, Uhr, Messer und Gabel wirbelten sie über die Bühne und verwandelten sich zum Schluss zurück in Menschen.

Zum Abschluss erfreuten dann die Sänger des MGV das Publikum mit einem aktuellen musikalischen Potpourri. Darin waren nicht nur karnevalistische Evergreens, sondern auch aktuelle Hits wie „Schatzi, schenk mir ein Foto“ enthalten, natürlich mit der entsprechenden „Klappstuhl-Einlage“. Kurz nach Mitternacht endete eine abwechslungsreiche und kurzweilige Sitzung, die von Hans-Dieter Annas in der bewährten souveränen Art moderiert wurde. Für die musikalische Unterstützung waren wieder die „Dixies“ unter der Leitung von Arthur Schmitz zuständig, die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Chorleiter Eckhard Isenberg.


WorringenPur.de/30.01.2012
Bericht und Fotos:
mit freundlicher Unterstützung des MGV
Redakt. & digit. Bearbeitung:
Heike Matschkowski