„Lutzemann`s Weihnachtsprogramm“ im Haus Schlösser
Musikalische Saison endet mit Dixielandklängen
Fotogalerie!

Köln-Worringen
Zum achten Mal präsentierten Beate Rademacher und Barbara Herrlich als „Frau Nachbarin“ im Haus Schlösser ein musikalisches Programm und zum Jahresabschluss standen am 2. Adventswochenende vorwiegend weihnachtliche Klänge auf dem Programm. Lutz Eikelmann, ein in ganz Deutschland aktiver Profimusiker, der sich dem Jazz verschrieben hat, präsentierte mit seinem Quartett Weihnachtslieder im Dixielandstil und der kleine Saal im Haus Schlösser war gut gefüllt.
Die Band feiert in Kürze ihr 25-jähriges Bestehen, aber einige Musiker arbeiten bereits seit 30 Jahren zusammen. Bei größeren Veranstaltungen tritt die Band mit bis zu sieben Musikern in ganz Deutschland und auch im benachbarten Ausland auf, aber an diesen Abend war der Raum mit dem Quartett mit Lutz Eikelmann am Sousaphon, Jörg Kuhfuß an der Trompete, Michael Schneider an der Posaune und Udo Jägers am Banjo musikalisch optimal ausgelastet. Hier gab es handgemachte Musik ohne Technik und auch Leadsänger und Trompeter Kuhfuß, sowie Posaunist Jägers überzeugten mit ihren Gesangseinlagen. Zwischen den einzelnen Titeln gab es Geschichten aus dem Reich des New Orleans Jazz oder auch allgmeiner Art.

Dixieland im Stil der 20er und 30er Jahre wurde von dem Quartett in bester Qualität geboten und die vier Musiker hatten das Publikum mit den Einstiegssongs wie „Jingle Bells“, „White Christmas“ und „Santa Claus is coming to Town“ schnell im Griff, auch weil hier ein großer Teil des Publikums textsicher war. Auch weniger bekannte Stücke wie „Somebody stole my Girl“, „When you`re smiling“ oder gar der völlig unbekannte „Winkelstraßenblues“, der einer kuriosen Straße in Heisterbacherrott gewidmet ist, kamen beim Publikum gut an. Die Vielseitigkeit des Dixielandstils zeigte sich in der Vielfalt des Repertoires, wenn zum Beispiel der Klassiker „Basin Street Blues“ eingebettet zwischen „Oh Tannenbaum“ und „Lasst uns froh und munter sein“ gespielt wird. Beim Dixieland spielt es letztlich kaum eine Rolle, welches Lied man spielt, wenn der Rhythmus und die Qualität der Musiker stimmen. Instrumente und Rhythmus machen aus jedem Song ein musikalisches Highlight. Das war an diesem Abend uneingeschränkt der Fall.


Auch beim Jimmy Davis Klassiker „You are my Sunshine“ war das Publikum gesanglich wieder mit dabei  bei „Rudolph the red-nosed raindeer“ wurde kräftig mitgesungen und den Füßen gewibbelt. Dass man auch eine deutsche Schnulze wie „Wochenend und Sonnenschein“ im Dixielandstil spielen kann, bewies das Quartett zum Ende der Veranstaltung. Im Gegensatz zu anderen Bands, spielen die Musiker um Lutz Eikelmann die Zugabe immer vor dem letzten Lied, weil es ja sonst nicht das letzte wäre.  Die Zugabe „When the Saints go marching in“ war ebenso ein Mitsinger wie das angekündigte Abschlusslied „Jingle Bells“. Damit dann alle noch gut in`s Bett kommen sollten, wurde zu später Stunde dann doch mit „Guten Abend, gute Nacht“ das endgültig allerletzte, ein bekanntes Kinderschlaflied, vorgetragen und auch dies gekonnt im Dixielandstil.

Es war somit ein insgesamt sehr gelungener Abend, mit einem sehr ausgewogenen, nicht nur weihnachtlichen Repertoire, das beim Publikum sehr gut ankam, was dieses abschließend mit großem Beifall bedachte. So endete das musikalische Programm im Haus Schlösser nach acht Konzerten, wie es im März mit der „Peter Nonn Blues Band“ begonnen hatte. Ein volles Haus und gute musikalische Unterhaltung von Musikern, die ihr Handwerk verstehen. Dass Barbara Herrlich und Beate Rademacher im neuen Jahr erneut als „Frau Nachbarin“ mit dem Haus Schlösser kooperieren ist eine gute Nachricht für die Worringer, die gute Musik auf engstem Raum mögen. Das neue Programm wird rechtzeitig veröffentlicht und die Worringer Musikfreude dürfen auf das musikalische Angebot des Jahres 2018 gespannt sein.


WorringenPur.de/11.12.2017
Bericht & Fotos: Jakob Mildenberg
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski