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Chill-Platz für Jugendliche in Blumenberg Die Stärken des jungen Stadtteils liegen in der guten Vernetzung Fotos zum Vergrößern!
Köln-Blumenberg Als Ergebnis verschiedener Aktivitäten, die das Miteinander und die Infrastruktur für die Bewohner in Blumenberg verbessern sollen, wurde nun auf dem Bolzplatz an der Engstbergstraße eine Schutzhütte als Treffpunkt für Jugendliche eingeweiht. Der farbenfrohe aus Holz und Metall gestaltete „Chill-Platz“ mit Sitzmöglichkeiten soll vor allem Jugendlichen als Treffpunkt dienen, die sich sonst an der S-Bahn-Haltestelle oder bei den 4 Bänken in der Stoffelsbergstraße getroffen hatten. Ärger mit Anwohnern war da schon oft vorprogrammiert. Der neue Treffpunkt nahe der S-Bahn wurde gezielt auf städtischem Gelände unter Einbeziehung von 23 Jugendlichen errichtet, die von der Planung und Materialauswahl bis zur Ausführung am Objekt beteiligt waren. Unter Anleitung des in Chorweiler aufgewachsenen professionellen Künstlers Puya Bagheri (31), konnten Ideen und Wünsche der Jugend umgesetzt werden. Wände und Decke der Chill-Hütte fallen sofort ins Auge. Besonders auffällig sind Motive wie die S-Bahn, die Postleitzahl, der Doppelbuchstabe BB, aber auch die Farben unterschiedlicher National-Flaggen, die auf den Flächen integriert wurden. Alle Motive spiegeln den Bezug zum Stadtteil Blumenberg wider. Puya Bagheri: „Die Motive zeigen, dass sich die Jugend mit Blumenberg identifiziert und ein positives Output hat, auch wenn man im Kölner Norden wohnt, der oft mit Vorurteilen zu kämpfen hat.“
Zur Einweihung begrüßten Carolin Krause (Leiterin Kinder- und Jugendamt) und Bezirksbürgermeisterin Wittsack-Junge die Jugendlichen,
aber auch weitere am Projekt Beteiligte, die hauptsächlich aus dem „Arbeitskreis Jugend in Blumenberg“ bestehen. Der „AK“ setzt sich zusammen aus der Kinder- und Jugendeinrichtung Blu4Ju, Streetwork Blumenberg (Kath. Jugendwerke e.V. ), Kolpingjugend Projekt Blumenberg, Sozialraumteam ASD, SKF e.V., Polizei PI NW, Sozialraumkoordination Chorweiler, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung.
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Fotos Mitte: Pinar Seven (15) und Süleyman Koc (17) geben den “Chill-Platz” zur Benutzung frei.
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Die erforderlichen Mittel wurden mit 1500 Euro aus den Nachbarschaftsfesten öffentlichen Mitteln und 2000 Euro Zuschuss von LIC (Leben in Chorweiler) finanziert. Wittsack-Junge dankte allen, die dieses Projekt ermöglicht haben und lud die Jugendlichen zu Gesprächen im Bezirksrathaus ein, wenn es doch einmal Probleme geben sollte. Zum abschließenden Gruppenfoto waren fast alle Beteiligten vor Ort, um den Erfolg zu feiern. Die 15jährige Pinar Seven kommt fast täglich hier her: „Wir freuen uns sehr, Puya bei der Gestaltung geholfen zu haben“. Gemeinsam mit „Sülo“ Süleyman Koc (17) zog Pinar die riesige Einweihungs-Schleife auf, gefolgt von viel Applaus.
Die Stärken von Blumenberg liegen in der guten Vernetzung professioneller und ehrenamtlicher Akteure, die sich gemeinsam für die
Verbesserung der Lebenssituation der Bewohner engagieren. Der junge Stadtteil Blumenberg hat z. Zt. 5.894 Einwohner und ist mit einem 34,6 %igen Anteil von Einwohnern unter 21 Jahren der kinderreichste Stadtteil im Bezirk Chorweiler. Eine ausreichende Infrastruktur für Kinder und Jugendliche ist immer wichtig, aber in Blumenberg besonders notwendig. Dies sind neben Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen und Spielplätzen auch Treffmöglichkeiten für Jugendliche.
„Jugendliche suchen sich Plätze, die nicht immer von anderen Bewohnern akzeptiert sind, wie z. B. der Edeka an der S-Bahnhaltestelle. Hier
hat der „AK Jugend Blumenberg“ angesetzt und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen, aber auch auf Bewohnerbeschwerden reagiert. Mit dem Einsatz des Vollzeit-Streetworkers Taner Erdener (die Kath. Jugendwerke haben „Wir helfen Mittel“ akquiriert) konnten die Jugendlichen, die sich im öffentlichen Raum aufhalten eine Ansprechpartnerin und Unterstützung finden. Uns war wichtig, einen Platz zu finden, an dem ein Treffen nicht zu Schwierigkeiten mit Anwohnern führt“, führt Susanne Müllers vom Amt für Kinder, Jugend und Familie aus. Mit dem „Chill-Treff“ am Bolzplatz haben die Jugendlichen einen Platz gefunden, der nicht nur sportliche Betätigung ermöglicht, sondern jetzt auch Aufenthaltsqualitäten bietet.
WorringenPur.de/27.06.2011 Bericht und Fotos: Heike Matschkowski
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