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SG-Notvorstand möchte Verhältnis zur Industrie und Einzelhandel normalisieren
Auf einer Betriebsversammlung der Sportgemeinschaft (SG) Köln-Worringen am 1. Dezember 2008 wurde den Angestellten ein dreiköpfiger Notvorstand vorgestellt. Dies sind Siegfried Schulz, Rainer Müller und Manfred Paffen. Eingetragen beim zuständigen Amtsgericht ist der Notvorstand noch nicht. Dies soll allerdings bald erfolgen. Für die Übergangszeit des Insolvenzverfahrens werden sich die Mitglieder des Notvorstandes aktiv in die Zukunftsplanung des Vereins sowie in die Organisation des Tagesgeschäftes mit einbringen.
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 Der SG-Notvorstand v.li.: Siegfried Schulz, Rainer Müller und Manfred Paffen
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Alle drei Notvorstands-Mitglieder sind mit der Sportgemeinschaft und dem Sport in Worringen verbunden, sodass für sie der Fortbestand der SG eine Herzensangelegenheit ist. Aus dem Mitgliederkreis der SG wurde die Bitte an sie herangetragen, sich für den Notvorstand zur Verfügung zu stellen. Es bestand der Wunsch, Personen mit einzubeziehen, die eine neutrale Position einnehmen. Dabei erfüllte die Insolvenzabwicklung GbR Dr. Ringstmeier & Kollegen eine Bedingung des jetzigen Notvorstandes: Das ausgearbeitete Rettungskonzept wurde durch die Controlling-Abteilung der benachbarten Firma INEOS in allen Einzelheiten durchleuchtet.
Das Ergebnis dieser Prüfung fasst Siegfried Schulz wie folgt zusammen: „Wir sind der festen Überzeugung, dass dieses Konzept auf gesunden Füßen steht. Es besteht berechtigten Grund zum Optimismus, dass die SG und somit der Sport in Worringen gerettet werden kann. In diesem Zusammenhang möchten wir an die Mitglieder der SG appellieren, mit uns gemeinsam diesen schweren Weg zu gehen und dem Verein die Treue zu halten.“
Der 49jährige Siegfried Schulz ist Betriebsratvorsitzender bei der Firma INEOS. Er wohnt in Dormagen und ist Vater zweier erwachsener Kinder. In Worringen aufgewachsen, kam er schon früh mit der Sportgemeinschaft in Berührung. So gehörte er in jungen Jahren den Abteilungen Fußball und Tischtennis an. Bewegung in der frischen Luft ist ihm wichtig. Heute ist er ein begeisterter Nordic-Walker und auch Fahrradfahren zählt zu seinen Hobbys.
Wohnhaft in Worringen ist Rainer Müller. Er ist 42 Jahre alt, verheiratet und bei der Firma INEOS bekleidet er die Funktion des stellvertretenden Betriebsratvorsitzenden. Als Breitensportmitglied der Sportgemeinschaft hält er sich im Fitnessstudio fit, weiterhin gehört er seit 26 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Worringen an.
54 Jahre alt ist Manfred Paffen. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und wohnt in Worringen. Beschäftigt ist er bei der Deutschen Telekom. Und er ist ein Kenner der Sportgemeinschaft. Sieben Jahre fungierte er in der SG als Jugendfußballtrainer, aktuell ist er Mitglied des Trägervereins Krebelshof.
Die drei Angehörigen des Notvorstandes haben in etwa die gleichen Beweggründe, der SG zu helfen. Gemeinsam möchten sie mit dazu beitragen, die jetzt schwierige Situation des Vereins zu überbrücken und vor allem auch den Kindern und Jugendlichen in Worringen ihre sportliche Heimat erhalten. Des Weiteren haben sie sich zum Ziel gesetzt, dass das Verhältnis zwischen Sportgemeinschaft und der umliegenden Industrie sowie zur Geschäftswelt wieder normalisiert wird.
Die vergangenen Tage und Wochen wurden genutzt, um sich mit den Begebenheiten der Sportgemeinschaft vertraut zu machen. Um die Positionen der einzelnen Abteilungsleiter kennen zu lernen und sich auszutauschen, wird am 7. Januar 2009 um 19 Uhr im Besprechungsraum der SG-Geschäftsstelle eine Abteilungsleitersitzung stattfinden. Weiterhin wird der Notvorstand eine wöchentliche Sprechstunde in der Geschäftsstelle des Sportzentrums am Erdweg einrichten. Jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr haben die SG-Mitglieder dann die Möglichkeit, ihre Anliegen mit den Angehörigen des Notvorstandes zu besprechen.
Das Insolvenzverfahren wird nun Anfang Januar eröffnet und die SG Worringen durch den Insolvenzverwalter Herrn Dr. Ringstmeier fortgeführt. Der nächste Schritt wird sein, das angestrebte Planverfahren in den kommenden Wochen und Monaten mit den Gläubigern abzustimmen. Erst wenn die Gläubiger dem Planverfahren zugestimmt haben, können die SG-Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wieder einen neuen Hauptvorstand wählen. Der Insolvenzverwalter wird sich nach diesen Neuwahlen zurückziehen, allerdings weiterhin beaufsichtigende Funktionen innehaben. So müssen die Vorgaben des Planverfahrens eingehalten werden.
Was die Abwicklung des Insolvenzverfahrens betrifft, ist Herr Rudolf Rausch vom Insolvenzbüro Dr. Ringstmeier weiterhin Ansprechpartner. In enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Notvorstand wird er alles Machbare unternehmen, den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten.
WorringenPur.de/22.12.08 Bericht: mit freundlicher Unterstützung der SG Worringen e. V.
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